Buchenbergpokal
Abschrift aus dem Jubiläumsheft zum 10-jährigen Bestehen des Buchenbergpokals 1972 bis 1981
“Der “Buchenberg-Pokal” feiert in diesem Jahr einen runden Geburtstag; es ist die 10. Austragung des Wanderpokals. Dieses Jubiläum soll Anlass genug sein, die Entstehung des Turniers und den Ablauf der Wettkämpfe einmal aufzuzeigen.
Gedanken
Die Verantwortlichen des damaligen KSV Borghorst, Hermann Hötker und Alfred Linnenbaum, machten sich 1972 Gedanken darüber was man seinen Sportkeglern außer Training noch für die Wettkampfvorbereitung bieten könne. So kam sie schnell auf den Gedanken, Vergleichskämpfe auszutragen. Dafür mussten Gegner her und die suchten sie naturgemäß in der näheren Umgebung.
Die nachbarlichen Sportkegelclubs waren KSC 67 Laer, KSC Ochtrup und Blau-Weiß Wettringen. Da der KSC 67 Laer schon den “Baumberge-Pokal” mit Schwarz-Weiß Havixbeck und Grün-Weiß Nottuln ausspielte, orientieren sie sich nach Ochtrup und Wettringen.
Reisen, Verhandlungen
So gingen eines sonntagsmorgens Hermann Hötker und Alfred Linnenbaum auf die Reise nach Wettringen zum damalige Vorsitzenden des KSC BW Wettringen, Heinz Möhring. Freundlich wurden die Borghorster im Hause Möhring von Heinz und seiner Gattin empfangen. Bei einem guten Tropfen wurde das Anliegen der Gäste wohlwollend aufgenommen. Es wurde beschlossen, auch den Ochtrupern einen Besuch zu absolvieren. Rudolf Blanke, damaliger Vorsitzender des KSC Ochtrup, stimmte dem Plan - Ausspielen eines Pokals - freudig zu.
Danach reiten die Borghorster ein zweites Mal nach Wettringen. Verhandlungsraum - wo hätte es auch anders sein können - war die Kegelbahn bei Stahl-Niehues. Zunächst ging es um den Austragungsmodus. Nach kurzem Meinungsaustausch einigte man sich darauf, einen Wanderpokal in einer einfachen Runde je 100 Kugeln kombiniert auszukegeln, wobei die vier besten Kegler eines Klubs gewertet werden sollten.
Es wurde vereinbart, dass der Pokal nach dreimaligem Gewinn in das Eigentum des jeweiligen Siegers übergehen sollte. Bewusst entschied man sich für die Wertung von nur vier Keglern je Verein, weil die Klubs von BW Wettringen und KSC Ochtrup eine geringere Mitgliederzahl als die Borghorster aufwiesen und man somit von einer ausgeglicheneren Spielstärke ausging. Die Austragungszeit wurde auf die drei letzten Sonntage vor den Ligenspielen festgelegt.
Der Pokal
Nachdem der Austragungsmodus in trockenen Tüchern war kam die Frage: “Wie nenn wir diesen Pokal und finden wir eine Stifter?” Jeder Schlug mehr oder weniger geeignete Namen vor, letztlich einigte man sich auf den Vorschlag dieses Ding, dass die drei Klubs zusammen brachte, “Buchenberg-Pokal” zu benennen. Eine geistige Querverbindung zu dem vorerwähnten “Baumberge-Pokal” lässt sich nicht verleugnen, vielleicht wollte man auch in sportlicher Konkurrenz mit den befreundeten Klubs von Laer, Havixbeck und Nottuln treten.
Foto: Buchenbergpokal 1972 bis 1981
Zur Lösung der Frage: “Wer bezahlt den Pokal?” trug wesentlich Heinz Ahlers von Wettringen bei, der mit der dortigen Zweigstelle der Kreis- und Stadtsparkasse Burgsteinfurt Kontakt aufnahm. Das Geldinstitut erklärte sich zur Unterstützung des heimischen Sports bereit, den inzwischen schon liebgewordenen “Neugeborenen” zu spenden.
Änderungen des Austragungsmodus
1976 schien die Chancengleichheit nicht mehr gegeben, da die Borghorster nach ihrem Aufstieg von der Kreisliga in die Bezirksliga die klassenhöchste Mannschaft war. Der TV-Borghorst Sportwart Alfred Linnenbaum schlug eine Modusänderung dahingehend vor, dass beim TV Borghorst nicht die ersten vier Spieler, sondern nur die dritt- bis sechsbesten Kegler gewertet werden sollten. Um die Streichstarter nicht zu bestrafen, wurde eine Einzelwertung für die beteiligten Kegler geschaffen, womit den Interessen aller nachgekommen war.
Rückblick
Rückblickend auf die bisherigen 10 Jahre des Wettbewerbs bleibt festzuhalten, dass das Pokalturnier zwischenzeitlich zur guten Tradition geworden ist und eine sinnvolle Vorbereitung auf die Ligenspielsaison darstellt. Darüber hinaus hat der “Buchenberg-Pokal” wesentlich dazu beigetragen, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beteiligten Vereinen vom KSC Ochtrup, Blau-Weiß Wettringen und dem TV Borghorst zu festigen.”
Alfred Linnenbaum, 25. Juli 1981
1981 bis 2008
In den 80er Jahren schlief der Wettbewerb ein, nachdem sich die Ochtruper Sportkegler aufgelöst hatten.
Heute
Im Jahr 2008 hatte Helmut Kenning vom KSC Wettringen die Idee diesen Wettbewerb neu auszutragen und organisierte die Absprache mit den Gastvereinen Münster, Nordwalde und Borghorst. Schnell war mit der Warsteiner Brauerei durch Thomas Flüthmann ein Sponsor für einen neuen Pokal gefunden.
Seit 2009 ist auch Laer mit von der Partie.
Sieger
2011: Münster
Austragungsort war das ESV Stadion in Münster.
Austragungsort war die Ratsschänke in Nordwalde.
Foto: Buchenbergpokal 2010 am 22.08.2010
2009: Borghorst
Gespielt wurde auf der neuen Zweibahnenanlage “Am Schützenhof” in Borghorst im 60 Wurf-Modus mit fünf Mannschaften.
Foto: Buchenbergpokal am 23. August 2009
Presse:
2008: Wettringen
Austragungsort war die Gaststätte Niehues-Winter in Wettringen. Mit vier Mannschaften ging es über 120 Wurf um den begehrten Pokal.
Foto: Buchenbergpokal am 23. August 2008
Presse:
1980: Borghorst
1979: Borghorst
1978: Wettringen
1977: Wettringen
1976: Wettringen
1975: Borghorst
1974: Borghorst
1973: Borghorst
1972: Borghorst



